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Die Schweizer Uhrmacher, stets bemüht, ihrer Zeit voraus zu
sein, was Luxusartikel betrifft, haben ein nauas Metall entdeckt,
das eine interessante Alternative zu Weissgold ist: Palladium.
Platin wurde für die exklusivsten Uhrenkreationen reserviert
- somit waren die Uhrenmarken lange Zeit über die Tatsache
frustriert , dass sie bei einigen ihrer regulären Modelle Kompromisse
eingehen mussten die Nachfrage der Konsumenten nach "weissem"
Metall musste traditionell mit Weissgold befriedigt werden.
Eine Legierung zu verwenden , die mit Rhodium beschichtet werden
muss, um einen befriedigenden Farbton zu erhalten , ist für
ein Luxusmarken-Konzept völlig absurd , und deshalb haben sich
die Uhrmacher nach einer Alternative umgesehen: Palladium 950.
In seinem raffinierten Zustand wäre Palladium zu weich für
die Verarbeitung zu Schmuck, aber die Zugabe von 5% anderer Elemente
macht das Metall resistent. Eine zu 95% reine Legierung ist folglich
für die Herstellung von Schmuck und Uhren ideal. Dieses Verfahren
beeinträchtigt die weisse Farbe des Metalls in keiner Weise.
Zudem besitzt Palladium, wenn es poliert wird, einen natürtichen
Glanz und benötigt keine Rhodium-Beschichtung. Da das Material
relativ leicht ist, können damit dem Trend entsprechend grossformatige
Designs geschaffen werden.
All diese Eigenschaften machen Palladium für die Schweizer
Uhrenhersteller sehr attraktiv. Doch das Tüpfelchen auf dem
"i" ist wohl, dass Palladium ein eigenständiges Edelmetall
ist - und in der Schweiz mit einer Punze versehen wird. Allein im
letzten Jahr haben Marken wie Cartier, Parmigiani, Ulysse Nardin
und Chopard ihre Produktepaletten mit Palladium-Uhren ergänzt
- weitere Marken werden folgen.
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